Weiden flechten


Flechtkunst: Traditionshandwerk
seit der Jungsteinzeit



Schon seit Urzeiten gehört die Korbflechtkunst zur Geschichte des Menschen. In der Jungsteinzeit wurden erste Korb- und Strohwaren vor allem als Transportbehälter gebaut. Bereits aus der Zeit 10.000 vor Christus soll im Nahen Osten ein in Wulsttechnik gefertigter Korb entstanden sein. 1857 fand man in Südspanien in einer Höhle 5000 Jahre alte Korbformen als Grabbeigabe. Aus diesem Grund ist die Korbflechtkunst neben den Tonen eines der ältesten Handwerke der Menschheit. Nicht zuletzt weil die Rohstoffe kostenlos in der Natur zu finden waren und zum Flechten kaum Werkzeug oder Vorkenntnisse benötigt wurden. Mit großer Wahrscheinlichkeit schauten sich die Menschen das Flechten damals in der Natur ab, wie beispielsweise von Vogelnestern.


Die Kopfweide bei uns in Südtirol




Weidenflechten bei uns im FREIEN LERNORT als Teil des natur-lebensnahen Lernens



An einem wunderschönen Vormittag waren die Kinder wie immer mit Begeisterung dabei und haben auch durch tatkräftigen Einsatz individuelle Meisterwerke erschaffen.

Am harmonischen Sonnhöfl von Christine und Johann Viertler sind wir immer willkommen und wir alle und besonders die Kinder fühlen sich wohl. In einem entspannten, freien Umfeld lässt es sich leichter lernen und der Geist ist motiviert Neues zu entdecken.


Einheimische Kopfweiden wurden mit Baumscheren bearbeitet und die einzelnen Seitenäste fürs Flechten abgeschnitten. Jeder bekam eine Scheibe von einem Baumstamm, wo jeweils im Verbund 9 Löcher am Rand schräg nach außen verlaufend mit dem Akku Bohrer gemacht wurden. Geeignete dicke Weidenäste wurden in die Löcher gesteckt, gegeben falls von den Kindern mit ihren Schnitzelmessern passend gemacht.

Anschließend wurden diese mit kleinen Nägeln an der Baumscheibe fixiert. Und fertig war das Grundgerüst um mit dem eigentlichen Flechten für unser Körbchen zu beginnen. Einmal innen und einmal außen herum, so entstanden mit der Zeit wunderschöne Gefäße aus reinen Naturmaterialien.


„Alles ist bereits vorhanden. Die Mutter Erde beschenkt uns mit einer unglaublichen, immer wiederkehrenden, nie enden wollenden Fülle. Sie muss nur von uns Menschen achtsam erkannt und mit Dankbarkeit genützt werden.

Dies sollten wir unseren Kindern weitergeben.“

Huam kemmen












Liebe Christine & lieber Hans, danke für eure immerwährende Unterstützung!
🧡🧡