Wir haben die Berichte und Beobachtungen so im Original beibehalten ohne jegliche Änderung, eben wie sie wir erhalten haben.




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Hier mein Erfahrungsbericht für euren Verein. 

Als Mutter von Fxxxx kann ich feststellen, dass unsere Tochter seit November, seit der Zeit, in der sie den freien Lernort besuchen darf, allgemein ruhiger und ausgeglichener geworden ist. Der „normale“ Schuldruck wurde ihr genommen, es geht nicht um das rasche Aufnehmen und Wiedergeben von Lerninhalten, die dann nach ein paar Wochen vergessen sind. Nicht um die Bewertung einer Leistung oder das Vergleichen mit anderen, wer besser oder schlechter abgeschnitten hat. Es geht bei Huam kemmen wirklich ums „Lernen fürs Leben“. Die Natur verstehen, mit ihr zu leben, ihre Schönheit zu schätzen und sie zu bewahren. Den respektvollen Umgang mit Pflanzen, Tieren und vor allem mit Menschen. Darauf wird Wert gelegt. Die Lernberater sind auf eine ganzheitliche und vor allem individuelle Begleitung des Kindes bedacht. Fxxx wird individuell gefördert und auf ihre Bedürfnisse wird eingegangen. Ihre Stärken werden hervorgehoben, an den Schwächen wird gemeinsam – ohne Wertung – gearbeitet. Fxxxx durfte bereits 4 Monate, geschützt vor dem Pandemie-Wahnsinn, eine Begleitung durch kompetentes Fachpersonal erfahren und wir als Eltern konnten sie durch Huam kemmen zumindest teilweise vor schlimmeren Folgen der Pandemie für die Psyche der Kinder bewahren. Ich bin so froh, dass wir für unsere Tochter diese Möglichkeit haben und genutzt haben. Ringsum fragen mich Eltern von ehemaligen Klassenkameraden von Fxxx „Geht Fxxxx immer weiter normal zur Schule?“ – Mit Freude kann ich dann sagen, JA! Sie geht trotz des Lockdowns, des Fernunterrichts und anderen Schikanen weiterhin zur Schule, aber nicht „normal“, sondern so, wie es ihr gut tut. Und wir als Eltern sind uns sicher, dass die Kinder im freien Lernort ohne Zweifel viel, viel besser aufgehoben sind, als im derzeit absolut chaotischen und instabilen, verunsichernden und teilweise beängstigenden Schulsystem. Was sie allerdings etwas belastet ist die „Abschlussprüfung“, die sie am Ende des Schuljahres absolvieren muss. Da macht sie sich Gedanken darüber, ob sie genügend weiß, vor allem in Italienisch und Englisch. Aber gemeinsam werden wir eine passende Schule finden, um diese Prüfung abzulegen, mit verständnisvollen Lehrern und wenn sie Dorothea begleitet, fühlt sie sich auch sicher. Sie schätzt und mag sie sehr. Auch in der Gemeinschaft mit den anderen Kindern fühlt sie sich sehr wohl. Es freut sie, dass es keine schriftliche Prüfung gibt, denn sie macht noch recht viele Rechtschreibfehler, aber erzählen tut sie gerne, daher passt eine mündliche Prüfung gut für sie. Ich bedanke mich auch für das Organisieren der ganzen Aktivitäten, der Martinsfeier, dass die Kinder sich verkleiden dürfen, gemeinsame Wanderungen machen, Lehrausflüge machen, all das wäre in dieser Zeit in einer „normalen“ Schule undenkbar, wobei genau das doch so wichtig ist. Ein aufrichtiges Dankeschön für diese Chance für unser Kind, für uns als Familie und für eure Begleitung!  

Xxxxx xxxxxxxx



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Für uns war Huam kemmen ein Lichtblick in einem langen Tunnel. Unsere Kinder hatten nicht immer gute Erfahrungen gemacht und wir waren schon öfter dabei uns Alternativen zu suchen, haben den Gedanken (leider) aber immer wieder aus verschiedenen Gründen verdrängt.

Unsere Kinder sind bei Huam kemmen im Allgemeinen sicherer geworden, sie haben Gabriela und Daniel schon bald vertraut und sich sicher aufgehoben gefühlt. 

Unsre Tochter beispielsweise war durch mehrere schlechten Erfahrungen und Methoden sehr sehr unsicher in Mathematik, sie hatte regelrecht mit inneren Panikattacken zu kämpfen als sie zB. vor der Klasse ein Ergebnis sagen sollte und dann oft ausgelacht wurde (wodurch sie dann auch oft krank war). 

Durch aaufzeigen mehrerer Methoden einen Lösungsweg zu finden hat sie ihren Weg und ihre Freude wieder gefunden und Mathematik ist unter anderem ihr Lieblingsfach geworden.

Auch hatte sie durch solche Erfahrungen Probleme allgemein vor mehreren Personen zu sprechen, auch dies bessert sich nach und nach.

Unser Sohn war schon immer ein „Freigeist“ und Hochsensibel, dies erkannte man bereits in der Kindergartenzeit, wo er zum Teil einfach funktionieren sollte, wo alles vorgegeben und eingeplant war (aber nicht zu verwechseln mit wichtigen Strukturen, Regeln, Tagesablauf).

Schon da hatte er seine Schwierigkeiten, denn er ist ein Junge der sich seine Lebenszeit gerne selbst einteilt und entscheidet was er macht. Ihm war es noch obendrauf meistens zu laut und zu viele Kinder, dann begann er zu rebellieren, weil ihm keiner wirklich ernst genommen hat. (Auch, weil wir es einfach zu dieser Zeit leider noch nicht besser verstanden haben).

Leider ist in der Zeit sehr viel im Inneren kaputt gegangen da er sich irgendwann auch beugen und sich anpassen musste um in diesem System zu bestehen und irgendwie „dazu zu gehören“ …….

Bei Huam kemmen hat er erfahren und ist noch dabei sich einzulassen, dass es wichtig ist, die Zeit gut zu nutzen und wieder in seine eigenen inneren Fähigkeiten zu vertrauen, dass niemand mehr hier ist der ihm sagt, wie er, was zu tun hat oder ihn bewertet, sondern er selbst weiter kommt und auch Verantwortung übernehmen, selbst denken darf. Und sich nicht mehr verstellen muss.

Auch hatten beide unsrer Kinder unschöne Erfahrungen und Auseinandersetzungen mit früheren Mitschülern, diese Verletzungen konnten sie in der Zeit von Huam kemmen ziemlich heilen lassen, denn Gabriela hat mit den Kindern diesbezüglich immer wieder sehr wertvolle Übungen usw. gemacht.

Es braucht sicher immer noch Zeit aber sie sind beide auf einem guten Weg sich wieder allem was ist und vor allem sich selbst zu öffnen🙏 

Danke für alles🥰



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Sehr geehrter Herr xxxxxxxx,

in Absprache mit Frau Gabriela Müller vom freien LERNORT „Huam kemmen“ von Naturns, in welchem unsere Tochter seit Kürze betreut wird, möchten wir uns vertrauensvoll an Sie wenden.

Unsere Tochter wurde am 15. März dieses Jahres in den Elternunterricht freigestellt und bedauerlicherweise trifft dieses Datum genau mit der Frist zusammen, ab welchem eine Eignungsprüfung abzulegen ist.

Wir möchten Sie nun höflichst bitten uns mitzuteilen, ob unsere Tochter die Eignungsprüfung trotzdem ablegen muss?

Wir bitten höflichst um Berücksichtigung der Umstände, zu welchem die Entscheidung unsere Tochter in den Elternunterricht zu geben, geführt hat. Unsere Tochter hat schon seit Längerem (ca. 3 Jahre) in ihrer Schule vor allem aufgrund sozialer Probleme sehr gelitten.

Leider haben verschiedene Anstrengungen, auch in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen, keinen großen Erfolg gebracht. Die Corona-Situation hat die Lage unserer Tochter weiter verschlimmert und sie wollte nicht mehr in die Schule. Sie hat den Fernunterricht bevorzugt, auch wenn dieser sich als sehr schwierig erwiesen hat.

Unsere Tochter litt zunehmend an Kopf- und Bauchschmerzen und Durchfall, Konzentrationsschwierigkeiten sind dazu gekommen.  Sie konnte abends nicht mehr einschlafen und hat jeden Abend sehr geweint, sie tat sich sehr schwer uns mitzuteilen. Ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein wurden in den letzten drei Jahren immer kleiner und sie fühlte sich wertlos und unsichtbar, zu nichts nutze. Alle Anstrengungen, wie pädagogisches Reiten, Gespräche mit Lehrpersonen, Kindern und deren Eltern, Gespräche mit Fachleuten haben leider keine Besserung gebracht, im Gegenteil. Ca. eine Woche bevor wir besagte Entscheidung getroffen haben, war unsere Tochter beim Schlafen gehen wieder sehr aufgewühlt, hat bitterlich geweint und konnte sich über eineinhalb Stunden nicht beruhigen und sie sagte: „Mama, ich habe ein Meer von Tränen in mir und es kommt nicht raus“. Da haben wir gewusst, wir müssen handeln! Diese weitreichende Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir haben Angst um unsere Tochter…sie wird bald in die Pubertät kommen, Hormone werden die Stimmungsschwankungen und ihre stetige Traurigkeit noch verschlimmern…wir haben Angst vor Depressionen oder sogar noch mehr… „Huam kemmen“ war ein Lichtblick für uns, ein Neuanfang für unsere Tochter – der Probetag war für unsere Tochter eine Befreiung, die neuen Kinder zusammen mit Gabriela und Daniel, die sie nicht kannten, haben ihr eine neue Chance gegeben. Sie kann wieder alleine schlafen, die körperlichen Beschwerden sind weg. Einzig und allein, das Vertrauen in sich selbst und sich wertvoll zu fühlen ist noch ein Weg, wahrscheinlich ein Längerer…aber sie macht jeden Tag Fortschritte, ist fröhlich, erzählt und lacht wieder. Wir sind überzeugt, dass ein Mensch nur zu leisten fähig ist, wenn er geistig und körperlich gesund ist.

Wir haben nun große Sorge, dass dieses zarte Pflänzchen „Selbstvertrauen“ mit der Prüfung wieder zunichte gemacht werden könnte und bitten Sie deshalb herzlichst die Geschichte unserer Tochter zu berücksichtigen und wenn irgendwie möglich von der Prüfung abzusehen.

In der Hoffnung einer positiven Rückmeldung, grüße ich Sie herzlichst.

Xxxxxxxxx xxxxxxxxx


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Unser Sohn ist nicht gerne in die Schule gegangen. Er hatte ganz oft Bauchschmerzen am Morgen und hatte Angst nicht gut genug zu sein. Er hatte ständig den Druck besser als seine Klassenkammeraden sein zu wollen. Beinahe täglich diskutierten wir wer besser ist und wer der Schlaueste in der Klasse ist.

Nun ist er seit November im freien Lernort in Naturns. Der Druck vom Besser sein ist verschwunden. Die Angst nicht genug zu sein ist auch nicht mehr da. Unser Sohn hat Einiges über das neue Lernen zu berichten:

Kommst du gerne in den freien Lernort?

 Ja, ich gehe gerne in die neue Schule.

Wie würdest du deine Gruppe beschreiben?

Alle sind nett, toll, cool, freundlich und gute Freunde.

Wie fühlst du dich im Freien Lernort?

Ich fühle mich gut, weil niemand lacht oder schimpft, wenn ich etwas falsch mache.

Bedeutet Schule für dich Stress?

Bei der Schule ist das nicht so.

Was gefällt dir gut im Freien Lernort?

Mir gefällt, dass ich nicht immer lernen muss. Ich kann auch mal Pause machen, wenn ich will, Essen und Trinken, wenn ich will und Ausflüge machen.

Was gefällt dir nicht so gut im Freien Lernort?

Eigentlich gefällt mir alles.



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Seit meine Tochter xxxxxx im Verein “ Huam kemmen“ die Schule besucht, ist sie viel aufgeschlossener. 

In der Gruppe fühlt sie sich sehr wohl und es ist auch kein Leistungsdruck mehr zu spüren. 

Auch keine wöchentlichen Bauchschmerzen am Montag 

in der Früh. 

Ich kann mit Freude berichten, dass sich das Leben meiner Tochter sehr zum Positiven verändert hat . 

Und das nur in so kurzer Zeit ! 

Vielen herzlichen Dank an den 

Verein „Huam kemmen“ 

Mit freundlichen Grüßen 

Xxxxx xxxxx 

Schnals den 27 . April 2021



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Viele weitere werden folgen auch von unseren anderen Projekten und Vorhaben, seit gespannt!